Studium, Förderung und erste Schritte

Von September bis Dezember 2025 durfte ich mein drittes Semester an der South Eastern University of Applied Sciences in Kouvola, einer kleinen Stadt in Finnland, verbringen.

Verschneite Winterlandschaft in Finnland mit tief stehender Sonne und schneebedeckten Bäumen

Die DHBW unterstützt den Austausch über die Erasmus+ Förderung, die bei der Anmeldung automatisch beantragt wurde. Das ist eine große Hilfe, denn in Finnland ist vieles teurer als in Deutschland. Vor der Abreise gibt es einige Formalitäten zu erledigen, wie zum Beispiel das Learning Agreement, das mit dem Studiengangsleiter der DHBW erstellt werden muss und benötigt wird, um die Erasmus-Förderung zu erhalten. Über die finnische Universität habe ich einen Platz in einem internationalen Studentenwohnheim bekommen und konnte so schnell viele Freunde finden.

Studieren in Finnland

Ähnlich wie an der DHBW bestanden die Kurse aus kleinen Gruppen und es herrschte Anwesenheitspflicht. Allerdings gab es deutlich mehr Gruppenarbeiten und Präsentationen und dafür weniger Klausuren. So war der Arbeitsaufwand gleichmäßig auf das Semester verteilt und der Austausch mit den anderen Studierenden wurde gefördert.

Besonders spannend fand ich praxisorientierte Fächer wie zum Beispiel einen Kurs, in dem wir nicht nur gelernt haben, Events zu organisieren, sondern am Ende tatsächlich die jährlich stattfindende International Week selbst auf die Beine gestellt haben.

Gebäude der South Eastern University of Applied Sciences in Kouvola, Finnland

Campusleben und studentische Gemeinschaft

Die Universität selbst ist modern und überschaubar, mit einer Mensa, die gutes Mittagessen anbietet. Außerdem organisiert die Studentenorganisation regelmäßig Veranstaltungen, was perfekt war, um neue Leute kennenzulernen.

Rentier in verschneiter Winterlandschaft in Lappland.

Unterwegs im Norden: Reisen, Städte und Natur

Neben dem Studium blieb genug Zeit, das Land und die Region zu erkunden. Kouvola liegt nur gut eine Stunde mit dem Zug von Helsinki entfernt und hat somit eine gute Anbindung an den dortigen Flughafen sowie zu den Fähren in der Ostsee. Die Bahn ist zuverlässig, und so bin ich oft mit den anderen Studenten verreist. Mein absolutes Highlight war die Reise nach Lappland: Dort konnten wir Nordlichter sehen, eine Husky Schlittenfahrt machen, haben freilaufende Rentiere getroffen und sind Ski und Snowboard gefahren.

Außerdem waren wir in Oslo und Stockholm, und haben uns den Weihnachtsmarkt und die Altstadt von Tallinn besucht.

Erfahrungen, Begegnungen und neue Perspektiven

Das Auslandssemester in Finnland war für mich eine wertvolle Erfahrung, denn ich habe gelernt, selbstständiger zu arbeiten, mich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden und meine Englischkenntnisse im Alltag zu nutzen. Ich habe Menschen aus aller Welt getroffen und viele neue internationale Freunde gefunden. Neben den Vorlesungen waren die Reisen und Erlebnisse in Finnland ein echtes Highlight. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, Chancen zu ergreifen und Neues auszuprobieren. Wer die Möglichkeit hat, ein Auslandssemester zu machen, sollte sie unbedingt nutzen – es lohnt sich.

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